Hochfest der Himmelfahrt des Herrn

Gedanken zum Fest von Johannes Koschig

Christus spricht: „Und ich, wenn ich über die Erde erhöht bin, werde alle zu mir ziehen."

Johannes 12,32

Diese Botschaft von Jesus Christus erfahren wir über seine Himmelfahrt, und dieser Vers begleitet die evangelischen Christen von Christi Himmelfahrt bis Pfingsten.

Ich arbeite seit 1988 im Diakonissenkrankenhaus und bin seit 1991 für den Pflege- und Funktionsdienst verantwortlich.

Nun endet diese 104-jährige evangelisch-diakonische Krankenhausarbeit.

Wie sie alle aus den Medien entnehmen konnten, wird das Diakonissenkrankenhaus in Kürze Teil des Städtischen Klinikums werden. In jedem Ende steckt aber auch ein neuer Anfang und der Vers zu Himmelfahrt kann Ihnen und mir auch Hoffnung und Trost geben.

Himmelfahrt, was ist das für ein Feiertag? In unseren Breiten wird eher der Vatertag oder noch profaner, der Männertag, gefeiert und nicht selten endet dieses Feiern im Vollrausch.

Welches Bild haben Sie von diesem Feiertag?

Nun ich glaube jedenfalls, dass jeder von uns, wenn er an das Sterben denkt, ob gläubig oder nicht eher an den Himmel denkt als an die Hölle. Dabei malen wir uns den Himmel ganz unterschiedlich aus. Egal wie wir ihn uns ausmalen, er hat immer etwas Schönes, Befreiendes, Helles und Sorgloses. Wenn es einen Himmel gibt, dann wollen wir auch dorthin und eben nicht in die Hölle, die wir uns dunkel, feurig oder kalt und herzlos ausmalen.

Im oben genannten Vers gibt uns Christus einen Vorgeschmack von diesem Himmel.

„Wenn ich erhöht werde von der Erde, so will ich alle zu mir ziehen."  

Für Christus gibt es eine eindeutige Zusage an uns, wenn ich nicht mehr da bin, dann bin ich bei meinem Vater im Himmelreich und ich bereite euch allen eine Wohnung dort, ich will alle zu mir ziehen. Christus macht keinen Unterschied nach Arm und Reich, nach Jung und Alt, nach gläubig oder nicht, nach gesund oder krank nach Hautfarbe oder Einfluss.

Wer wie er sein Leben auch für andere gestaltet, wer nicht nur auf den eigenen Vorteil schielt, wer auch die Not der Anderen sieht und nicht wegsieht, wer nach seinen Vorstellungen vom Himmel hier und heute sein Leben führt, der hat gute Chancen auf das Himmelreich.

Ist dies nicht tröstlich? Kann uns das nicht Mut und Hoffnung für unser Leben geben?

Ein Leben, dass sich im Umgang miteinander, im Dienst am Kranken, Alten und den Kindern, in der Fröhlichkeit unserer Herzen, in der Bereitschaft zur Versöhnung und des Miteinanders zeigt, dass öffnet uns den Himmel.

Hans-Joachim Eckstein hat es so ausgedrückt: “Es mag wie ein Wiederspruch klingen, aber wer mit seinem Herzen ganz bei Gott ist und sich schon auf den Himmel freut, der hebt nicht etwa ab, er bleibt auf dem Boden. Er lässt sich von der Größe und Schönheit des Himmels beflügeln und steht mit beiden Beinen auf der Erde.“

Eifern wir also unserem Bild vom Himmel nach, öffnen wir unsere Augen, Ohren, Hände und Herzen, dann kann der Geist Gottes von uns Besitz ergreifen, dann können wir froh und befreit Pfingsten feiern und dann kann in der Gropiusallee auch in künftigen Jahren christliche Nächstenliebe erfahrbar und spürbar werden.

In einem alten Gebet heißt es:

„Atme in mir, du Heiliger Geist, dass ich Heiliges denke;

Treibe mich, du Heiliger Geist, dass ich Heiliges tue;

Locke mich, du Heiliger Geist, dass ich Heiliges liebe;

stärke mich, du Heiliger Geist, dass ich Heiliges hüte;

Hüte mich, du Heiliger Geist, dass ich das Heiliges nimmer verliere. AMEN.“

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