Der Leidensweg des Herrn - Kreuzweg

Jährlich gibt es den "Ökumenischen Kreuzweg der Jugend". Auch wenn dieser speziell für Jugendliche erarbeitet wurde, kann er doch auch eine Möglichkeit des Gebetes für uns alle sein.

PROLOG

Zum Höhren des Liedes bitte jeweils auf den Link klicken!

PASSIONSGESCHICHTE

Pilatus ließ Jesus herausführen und setzte sich auf dn Richterstuhl an dem Platz, der Lithostrotos, auf Hebräisch aber Gabbata, heißt.

Es war am Rüsttag des Paschafestes, ungefähr um die sechste Stunde. Pilatus fragte Jesus: Dein Volk und die Hohepriester haben dich an mich ausgeliefert. Was hast du getan?

Jesus antwortete: mein Königtum ist nicht von dieser Welt. Ich bin dazu geboren und dazu in die Welt gekommen, dass ich für die Wahrheit Zeugnis ablege. Pilatus sagte zu ihm. Was ist Wahrheit? Zu den Juden sagte er: Da ist euer König! Sie aber schrien: Weg mit ihm, kreuzige ihn!

Da lieferte er ihnen Jesus aus, damit er gekreuzigt würde. Die Soldaten des Statthalters nahmen ihn mit. Sie verspotteten ihn, bespuckten ihn und schlugen ihn. Schließlich führten sie ihn ab, um ihn zu kreuzigen.

Jesus trug sein Kreuz und gin hinaus zur sogenannten Schädelhöhe, die auf Hebräisch Golgota heißt. Eine große Menschenmenge folgte ihm. Zusammen mit Jesus wurden zwei Verbrecher gekreuzigt. In ihrer Mitte betete Jesus: Vater vergib den Soldaten, denn sie wissen nicht, was sie tun.

Etwa um die schste Stunde brach eine große Finsternis herein. Die Sonne verdunkelte sich. Der Vorhang im Tempel riss mitten entzwei, und Jesus rief mit lauter Stimme: Vater, in deine Hände lege ich meinen Geist. Nach diesen Worten hauchte er den Geist aus. 

STILLE

GEBET

 

Mein Gott,

mit meinem ganzen Leben bin ich hier, mit all meinen Gedanken und Gefühlen, meiner Hoffnung und meiner Freude, meinen Ängsten und meinen Fehlern.

Öffne meine Sinne für die Begegnung mit Jesus und stärke meinen Verstand, um zu verstehen, was Er damals für uns getan hat.

Herr, schenke mir ein Herz, das Deine Liebe sieht.

Amen.

STATION I - Jesus wird zum Tode verurteilt

Der Himmel ist golden gemalt. Gold leuchtet - so wie Gott Licht in unsere Welt bringt. Die Ikone zeigt: Gott ist in unserer Welt. Jesus hat einen goldenen Heiligenschein, Er ist das Licht der Welt. Auch andere Farben haben bei Ikonen eine Bedeutung: Purpur etwa ist die Farbe des Göttlichen. Das Gewand Jesu ist purpurfarben, das von Pilatus hingegen bräunlich, also menschlich.

Auf Ikonen wird Wichtiges größer dargestellt: obwohl Pilatus auf dem Richterstuhl sitzt, ist Jesus größer.

HEILIGE SCHRIFT

 

Und sie schrien: Kreuzige Ihn! Kreuzige ihn! 

Doch Pilatus sprach: Ich finde keine Schuld an ihm.

Da schrien sie wieder: Er muss sterben! Kreuzige ihn!

Und sie setzten Pilatus unter Druck.

Darum fragte Pilatus: Jesus, wer bist du? Redest du nicht mit mir? Weißt du nicht, dass ich Macht habe, dich freizulassen oder zu töten? Da sagte Jesus: Du hättest keine Macht über mich, wenn sie dir nicht von Gott gegeben wäre.

STILLE

GEBET

 

Jesus, Du warst wahrhaft stark.

Gib uns die Kraft, zur Wahrheit zu stehen,

für sie einzustehen und anderen beizustehen,

wenn Unrecht geschieht und sie uns brauchen.

Amen.

STATION II - Jesus fällt unter dem Kreuz

Auf den Ikonen sind oft Schriftzeichen zu sehen. Sie kennzeichnen Heilige.

IC XC z.B. steht für Jesus Christus. Auf seinem Nimbus (Heiligenschein) steht O, Omega und Nun (griechische Buschstaben) - das bedeutet in etwa "der, der war, der ist und der sein wird". 

HEILIGE SCHRIFT

Pilatus ließ Jesus mit der Geißel auspeitschen und lieferte ihn den Soldaten aus. Diese schlugen ihm ins Gesicht, sie verspotteten ihn und spuckten ihn an.

Die Soldaten legten Jesus das Kreuz auf und trieben ihn zur Schädelstätte. Auf dem Weg verließ Jesus die Kraft, und er fiel unter dem schweren Kreuz.

STILLE

GEBET

Jesus, Du hast Stand gehalten.

Wir bitten Dich, lass uns durchhalten,

wenn unser Weg schwer wird,

lass uns innehalten, wenn wir uns verrennen,

lass uns zu Dir halten, weil Du zu uns hältst.

Amen.

STATION III - Jesus wird an das Kreuz genagelt

Unter der Kreuzigunsszene ist ein Totenkopf in einem dunklen Raum zu sehen. Das ist das Totenreich. Der Schädel steht auch für Adam und mit ihm für alle Menschen: sie sind vom Leben getrennt.

Auch die hohe Mauer trennt das Kreuz als Symbol des Todes vom goldenen Licht Gottes. Jesus ist auf dem Bild viel größer als die Menschen zu sehen, weil nur eines wichtig ist: Er lässt sich festnageln auf seine Liebe zu uns Menschen.

HEILGE SCHRIFT

Und sie kreuzigten ihn.

STILLE

GEBET

Jesus, Gewalt, Mord, Krankheit und Tod

gehören zu unserer Welt.

Wir bitten Dich um Kraft für den Widerstand

gegen das Töten,

um Mut zum Schutz des Lebens in all seinen Phasen

und wir bitten Dich darum,

dass Dein Reich komme.

Amen.

STATION IV - Jesus stirbt am Kreuz

Das Kreuz ist auf dem Reich des Todes aufgerichtet. Beim sterbenden Jesus stehen Maria, die Mutter Jesu, und Johannes, der Lieblingsjünger Jesu. Nur Trauer und Liebe sind mit ihnen zu sehen, sonst nichts, sonst niemand.

Maria hat nun auch ein purpurfarbenes Gewand an; ihr Untergewand ist blau. Blau steht für Wahrheit und Treue.

Sie zeigt mit ihrer Hand auf Jesus. Das heißt: Schaut, Er tut das alles für uns. Das ist der Sohn Gottes.

HEILIGE SCHRIFT

Und in der neunten Stunde schrie Jesus mit lauter Stimme:

Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?

Dann hauchte er den Geist aus.

Da riss der Vorhang im Tempel in zwei Teile von oben bis unten.

Als der Hauptmann, der beim Kreuz stand, ihn auf diese Weise sterben sah, sagte er: Wahrhaftig, dieser Mensch war Gottes Sohn.

Es waren auch Frauen da, darunter Maria.

STILLE

GEBET

Jeus, Du bist gestorben, wie ein Mensch stirbt.

Du hast Deinen Lebensatem ausgehaucht.

Du hast Dich für uns hingegeben.

Du bist das Zeugnis von Gottes großer Liebe

zu uns und unserer Welt.

Du bist Gottes Sohn.

Lass uns im Herzen erkenn, was Du für uns getan hast,

und was Du für uns tust.

Amen.

STATION V - Jesus wird vom Kreuz abgenommen

Joseph von Arimathäa in der Bildmitte war ein reicher Mann, der nicht wollte, dass Jesus gekreuzigt wurde. Er bestattete Jesus in dem ursprünglich für ihn selbst bestimmten Grab.

Nikodemus zieht Jesus mit der linken Hand die Nägel aus den Füßen; er war ein Pharisäer, der Jesus verteidigt hat, und brachte die wertvollen Salböle für die Beisetzung Jesu mit.

HEILIGE SCHRIFT

Josph von Arimathäa ging zu Pilatus und bat ihn um den Leichnam Jesu. Dann nahm er ihn vom Kreuz ab.

STILLE

 

GEBET

Jeus, Du hast die Menschen geliebt.

Deine Liebe hilft uns in den schwersten Momenten,

auch in Zeiten von Krankeit, von Trauer, von Tod.

Hilf uns, Jesus, dass wir leben und lieben.

Amen.

STATION VI - Der heilige Leichnam Jesu wird ins Grab gelegt

Der Leichnam Jesu wird in ein Höhlengrab gelegt. Maria, Johannes, Joseph von Arimathäa und Nikodemus tragen ihn. Sie stehen stellvertretend für die anderen Freunde Jesu.

Unten sind Salbgefäße zu sehen. Bei Begräbnissen reicher Menschen wurde ein Leichnam mit sehr kostbaren Ölen und Salben einbalsamiert und dann in Leinen gewickelt.

HEILIGE SCHRIFT

Zusammen mit wohlriechenden Salben umwickelten sie Jesus mit Leinenbinden. Sie legten ihn in eine Grabkammer, die in einen Felsen gehauen war, und in der noch niemand bestattet worden war.

STILLE

 

GEBET

Jesus, Du bist uns nah,

wenn wir nach Dir fragen,

wenn wir gemeinsam Leid ertragen,

wenn wir zusammen Hoffnung haben.

Dafür danken wir Dir.

Amen.

STATION VII - Jesus steigt in das Reich des Todes

Hinter Jesus ist nur goldenes Licht der Göttlichkeit zu sehen. Er ist auferstanden, trägt ein weißes Gewand. Alle irdische Farbe Seiner beigen Gewänder ist verblasst.

Rechts stehen die Könige David und Salomon, die Jesus als neuem König den Segen geben.

Links stehen Adam und Eva. Berge sind zu sehen. Vielleicht weisen sie auf Hürden hin, die uns von Jesus trennen - unsere Sünden?

HEILIGE SCHRIFT

Jesus Christus sagt:

Ich bin die Auferstehung und das Leben.

Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt,

und jeder, der an mich glaubt, wird auf ewig nicht sterben.

Glaubst du das?

STILLE

 

GEBET

Jesus, Deine Liebe gilt uns.

Mit Deiner Liebe haben das Dunkel, die Einsamkeit

und auch der Tod keine Macht mehr.

Wir sind frei.

Mit Dir zu leben, heißt zu lieben.

Bei Dir zu sein, heißt zu leben.

Das glaube ich!

Amen.

EPILOG

HEILIGE SCHRIFT

Simon Petrus ging in das leere Grab hinein. Er sah die Leinenbinden liegen und das Schweißtuch, das auf dem Gesicht Jesu gelegen hatte; es lag aber nicht bei den Leinenbinden, sondern zusammengebunden an einer besonderen Stelle.

Da ging auch der andere Jünger, der als Erster an das Grab gekommen war, hinein; er sah und glaubte.

STILLE

HIER SOLLTE MAN DAS GLAUBENSBEKENNTNIS GEMEINSAM SPRECHEN

SCHLUSSGEBET

Jesus, wir sind Deinen Weg des Kreuzes mitgegangen.

Du willst uns begegnen, unseren Weg mitgehen,

Du willst uns mit Deiner Liebe Kraft geben.

Wir bitten Dich, lass uns spüren, was das heißen kann und

mach uns stark, mit anderen ihren Weg zu gehen.

Wir bitten Dich für die Erschöpften, die Geschlagenen,

die Gemobbten, die Traurigen, die Kranken,

die Sterbenden und die Gestorbenen.

Wir bitten Dich auch für die Lebenden.

Lass uns alle den Glanz Deiner Liebe ahnen,

schenke uns allen die Kraft Deiner Liebe.

Amen.

GEMEINSAMES VATER UNSER

Translate this page:

Hier finden Sie uns

Katholische Pfarrei Hl.Familie
Schillerplatz 9
06862 Dessau-Roßlau

Kontakt

Rufen Sie einfach an unter

 

+49 34901 82589+49 34901 82589

 

oder nutzen Sie unser Kontaktformular.

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Katholische Pfarrei Hl. Familie, Dessau-Roßlau OT Roßlau